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Kooperation und Vertrauen – Interview von Jan Deck mit Jörg Thums zu Kaleidoskop 2019

Kaleidoskop wird von laPROF Hessen e.V. ausgerichtet und von der Kaleidoskop-Projektleitung umgesetzt.
Seitens laPROF betreut Jörg Thums das Projekt, er ist Mitglied der Jury von Kaleidoskop und im Verbandsvorstand als laPROFregional zuständig für das Thema ländliche Räume. Jan Deck arbeitet seit über zehn Jahren für den hessischen Landesverband laPROF, seine Schwerpunkte sind Lobbyarbeit, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie Veranstaltungen.

Aus Anlass der neuen Kaleidoskop-Spielzeit führte Jan Deck mit Jörg Thuns ein Interview. Hier Auszüge aus dem Gespräch.
Das vollständige Interview ist auf der laPROF-Webseite veröffentlicht.

[laPROF] Überall wird gerade darüber diskutiert, wie Kultur im und für den ländlichen Raum funktioniert. Kaleidoskop – ein Projekt für Theaterangebote im ländlichen Raum – gibt es schon seit 24 Jahren. Wodurch zeichnen sich diese Theatertage aus?

[Jörg Thums]: Mit den Kaleidoskop – Kinder- und Jugendtheatertagen wurde bereits vor 24 Jahren eine Unternehmung gestartet, die heute beispielhaft Antworten auf aktuell diskutierte Fragen geben kann: Die Bespielung von ländlichen Räumen mit Theater und anderen Formen der Darstellende Künste. Diese Anspruch ist heute sehr aktuell und Kaleidoskop hat in der hessischen Kulturlandschaft schon seit vielen Jahren ein Alleinstellungsmerkmal, denn was heute diskutiert wird, findet bei Kaleidoskop schon lange statt. (…)

[laPROF] Wie lässt sich das Geheimnis des langanhaltenden Erfolges von Kaleidoskop erklären? 

[Jörg Thums]: Sicherlich gehören zum Gelingen eines Vorhabens mehrere Bestandteile – oder Zutaten, wie man es im Vergleich mit einem gelungenen Kochrezept benennen würde. Klar, dazu zählt Alles in Allem auch die Struktur der Kinder- und Jugendtheatertage. Der ländliche Raum gibt ein dezentrales Format vor, aus dem sich auch die längere Dauer ergibt, eben ein Reihen-Charakter. Außerdem baut unser Konzept auf der Idee langjähriger Kooperation auf. Sprich, der Verstetigungsgedanke und die vertrauensvolle Kooperation zwischen der Projektleitung und den Vertreter*innen der jeweiligen Spielorte ist es, was den Erfolg von Kaleidoskop letztlich ausmacht. Unterstützt wird die Leitung hierbei durch eine Jury, die die Auswahl der Stücke erarbeitet.

(…)

[laPROF] Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit den lokalen Veranstalter*innen?

[Jörg Thums]: Ganz generell möchte ich die Zusammenarbeit mit den lokalen Veranstalter*innen als partnerschaftliche Kooperation beschreiben. Hier bestehen zum einen langjährige Beziehungen. Aber natürlich entstehen immer wieder neue Kontakte, da sich grundsätzlich alle Akteure aus den ländlichen Regionen als Partner und Spielorte bewerben können.

(…)

[laPROF] Wenn man die Debatte um Kunst in ländlichen Raume betrachtet, was könnten Andere von Kaleidoskop lernen?

[Jörg Thums]: Es gibt vielfältige Aspekte, die berücksichtigend werden sollten und für die Kaleidoskop beispielhaft ist. Ein wesentlicher Aspekt ist: Kooperation und Vertrauen! Wie ich ja bereits angedeutet habe, für eine kontinuierliche partnerschaftliche Zusammenarbeit muss eine Vertrauensbasis aufgebaut werden. Das braucht Zeit und Geduld.

Autor: Jan Deck

Foto: die exen: Hühner, Lutz Edelhoff 2017.